Autor Thema: Für Einsteiger  (Gelesen 1046 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Filou

  • Server admin
  • Board Chefe
  • Foto Profi
  • *****
  • Beiträge: 1235
  • Geschlecht: Männlich
    • Foto Fans Galerie
Für Einsteiger
« am: 13. Dezember 2005, 07:54:27 »
Digitales Fotolabor: Was Einsteiger zur Bildbearbeitung brauchen

Moderne PCs sind Multimedia-Maschinen. Das rechenintensive Nachbearbeiten von Fotos erledigen sie mit Leichtigkeit. Digitalkamera vorausgesetzt, fehlt es nur noch an leistungsfähiger Software,  um Schnappschüsse in Form zu bringen. Sollen auch alte Fotos digitalisiert werden, kommt ein Scanner  hinzu und für die Bildausgabe ein Drucker.

Kernstück der digitalen Bildbearbeitung ist die entsprechende Software.  Die Auswahl ist riesig, und sie reicht von Umsonst-Programmen zu teurer Profi-Software wie dem Goldstandard der Bildbearbeitung - «Photoshop CS2» von Adobe: Als Vollversion für Windows  kostet es 1050 Euro. Für rund ein Zehntel dessen bekommen Bildbastler bereits brauchbare Software,  mit der sich weit mehr als die Grundaufgaben erledigen lassen.

Zu den in vielen Tests für tauglich erklärten Einsteigerprogrammen gehören Titel wie «Paint Shop Pro 9» von Jasc, «Paint Shop Pro X» von Corel, «Photo Impact 11» von Ulead und «Foto 2006 Suite Edition» von Microsoft. Zu nennen sind auch «Photo Master Suite» von Microbasic , «FotoWorks» von Media KG oder die abgespeckte Version des Standardprogramms «Adobe Photoshop Elements 4.0» und das kostenlose, aber leistungsstarke Programm «GIMP 2». Von den der Digitalkamera beiliegenden Programmen unterscheiden sie sich in der Regel durch einen deutlich größeren Funktionsumfang.

Zu den Grundaufgaben der Bildoptimierung gehöre es, Helligkeit, Kontrast, Farbbalance und Farbsättigung verändern zu können, erklärt Hans D. Baumann aus Rabenau (Hessen), Herausgeber des Bildbearbeitungsmagazins «DOCMA». Er ist in der Fotografieszene als Photoshop-Papst Doc Baumann bekannt. Zudem sollte eine Funktion vorhanden sein, mit der sich Fotos schärfen lassen: «Unscharfe Fotos werden dadurch nicht scharf, normale Bilder aber knackiger.»

«Wichtige Grundfunktionen sind auch die Auswahlwerkzeuge, mit denen sich bestimmte Bildbereiche markieren lassen», sagt Baumann. Eines der wichtigsten Werkzeuge ist zudem der Zauberstab: Durch Anklicken auf eine farbige Fläche - zum Beispiel den Himmel - wird dieser komplett markiert und kann separat verändert werden. Bei der Beurteilung der Veränderungen ist es zudem hilfreich, wenn das Programm Vorschaumöglichkeiten bietet. Soll der Fotospaß nicht beim Nachbearbeiten der Schnappschüsse aus der Digitalkamera aufhören, wird ein Scanner  benötigt. Angeboten werden Flachbettscanner mit und ohne Durchlichteinheit und verschiedene Arten von Filmscannern.

«Flachbettscanner sind Allroundgeräte, Filmscanner Spezialisten», erklärt Olaf Ernst von Epson Deutschland in Meerbusch (Nordrhein-Westfalen). Sollen gelegentlich Urlaubsnegative oder die Abzüge aus dem Album digitalisiert werden, reichten einfache Flachbettscanner mit Durchlichteinheit zu Preisen ab 100 bis 150 Euro.

Für Scans, die den vollen Kontrastumfang eines Dias wiedergeben sollen, muss mehr als das Vierfache dessen auf den Tisch gelegt werden. «Die hochwertigen Flachbettscanner erreichen bei der Bildqualität den unteren Bereich der reinen Filmscanner», erklärt Markus Bautsch, Technikexperte der Stiftung Warentest in Berlin. Die Kriterien zur Beurteilung eines Scanners heißen Auflösung, Farbtiefe,  Maximaldichte (Dmax) und Fehlerkorrektur. Für die ersten drei gilt: je mehr, desto besser. Als bestes Verfahren zur Bekämpfung von Staub und Kratzern gilt ICE (Image Correction & Enhancement).

Kaum weniger anspruchsvoll ist der Weg der Digitalbilder von der Festplatte  aufs Papier: Für den Fotodruck in Frage kommen hauptsächlich Tintenstrahl- und Thermosublimationsdrucker.  Letztere liefern hervorragende Fotos. Doch sie sind für den Allzweck-Einsatz nicht geeignet, weil sie Spezialpapier benötigen und keine DIN-A-4-Briefe drucken können. Einen guten Kompromiss bieten nach Ansicht von Yvan Boeres, Technikexperte des in Lübeck ansässigen Internetportals «digitalkamera.de», Tintenstrahldrucker,  die für die Bildausgabe optimiert wurden. Sie tragen meist die Bezeichnung «Photo» im Namen und kosten zwischen 200 und 300 Euro. Sie lassen sich mit speziellen, pigmentierten Tinten und Fotopapier bestücken. Und je mehr Farbenpatronen der Drucker verwendet, desto mehr Farb- und Helligkeitsabstufungen könnten dargestellt werden, so Boeres.

Soll es mit dem Drucken mal schnell gehen, ist bei modernen Geräten oft gar kein PC mehr notwendig: «Heutzutage ist es möglich mit fast jedem Drucker Fotos direkt auszudrucken», sagt Boeres. Der Standard PictBridge sorgt dafür, dass Kameras- und Drucker verschiedener Hersteller die gleiche «Sprache» sprechen. Der Vorteil des Sofortdruckens wird aber mit eingeschränkten Funktionen bei der Bildbearbeitung erkauft: Die Bilder werden so ausgedruckt, wie sie aufgenommen wurden.

Quelle: computerhilfen.de

Offline Filou

  • Server admin
  • Board Chefe
  • Foto Profi
  • *****
  • Beiträge: 1235
  • Geschlecht: Männlich
    • Foto Fans Galerie
Für Einsteiger s/w Fotografie
« Antwort #1 am: 18. Februar 2006, 14:26:31 »
S/W Fotografie
von Tietze Linskens | Düsseldorf |

Ein Hobbyfotograf mit eigener Dunkelkammer braucht gut und gerne für zwei, drei gute Abzüge einen halben Tag.

Wieso? Und warum dieser Aufwand, wo es doch an jeder Ecke ein Fotoladen gibt?

Es ist das Erleben vom ersten Moment des Fotografierens bis zum gelungenen Din A4-Abzuges, der einen mit Stolz erfüllt.
Das Arbeitsgerät, die Kamera, meist griffbereit für „den“ Schnappschuss( es soll aber auch schon ohne Film fotografiert worden sein) wird gehandhabt mit gleicher Selbstverständlichkeit wie der Kranführer seine Last am Haken lenkt. Anders gestaltet sich dann schon die Entwicklung. Der Film wird meist in ein Fachlabor gebracht (sicherheitshalber), entweder mit oder ohne Kontaktabzug. Zuhause beginnt bei einer Tasse Kaffee die Auswahl:
Ist die Schärfe ausreichend?
Welchen Ausschnitt wähle ich?
Mattes oder glänzendes Fotopapier?
Entwicklung mit oder ohne Filter?
Vollbild oder mit Rahmen?
Meist bestehen von einem 36er-Film maximal 10Aufnahmen diese Qualitätskontrolle.

Der nächste Schritt führt in die Dunkelkammer, eine abgetrennte Ecke im Gäste- oder Arbeitszimmer,manchmal ist es auch die in schwarz verhüllte Gästetoilette, also so etwa 3qm, eine Größe, bei der man sich selbst auf die Füße tritt und sich im Wege steht. Die drei Schalen für die notwendige Chemie (Entwickler, Essigessenz, Fixierer) stehen bereit und das Negativ wird in die Filmbühne des Vergrößerungsgerätes gelegt (ein Modell der Nachkriegszeit, erworben in einem Second-Hand-Laden). Der Probestreifen mit verschiedenen Belichtungszeiten wird erstellt, entwickelt und fixiert.
Dieses Foto zeigt die verschiedenen Entwicklungsstufen und für das endgültige S/W-Foto muss nun die richtige Wahl der Belichtungszeit getroffen werden.
Jetzt wird das große Fotopapier zurechtgelegt, mit selbst zugeschnittenem Rahmen aus schwarzem Fotokarton, und die Prozedur beginnt erneut.
Belichtungszeit einstellen und starten
Fotopapier in die Entwicklungsflüssigkeit legen
wechseln in das Stoppbad
zum Schluss hinein in das Fixierbad.
Nun nur noch wässern und gut in kaltem Wasser ausspülen und an den Kacheln im Badezimmer trocknen lassen.

Und „schon“ ist ein Foto fertig.
Mit wachsender Erfahrung gelingt auch schon mal direkt das erste Foto genauso, wie man es haben möchte. Falls nicht:
Das ganze noch einmal!

Dann aber hält man es in Händen
das eigene Foto

Ausschnitt, Belichtung, Filter und Papier individuell gewählt und daher einmalig.

Quelle und Fotos